Ultimax - Der Herrscher des Bösen

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Ultimax - Der Herrscher des Bösen
Ultimax titel.png
Homepage x-maillennium.de.vu (Offline)
Genre Klassisches Rollenspiel
Sprache Deutsch
Neueste Version Demo 0.14
Veröffentlichung 21.08.2000 (v0.01)
24.12.2000 (v0.14)
Entwickelt von X-Mail
Erstellt mit RPG Maker 2000
Spielzeit ~4 Stunden
RMArchiv-ID 1244
Status Abgebrochen

Ultimax - Der Herrscher des Bösen ist ein frühes RPG-Maker-2000-Spiel von X-Mail, von dem im Jahr 2000 insgesamt zwei Demos erschienen. Beide Versionen gehören zu den frühesten Releases der deutschen Maker-Szene, wobei die erste Demo sogar das älteste heute noch erhaltene deutsche Maker-Spiel überhaupt ist. Für ein Projekt diesen Alters weist Ultimax trotzdem eine erstaunlich hohe Qualität auf.

Handlung

Der Herrscher des Bösen, Ultimax, holt Menschen in sein Reich, die an sich selbst zweifeln. Prinz Icks ist der einzige Mensch, der jemals aus dessen Reich entkommen konnte und damit die Kraft hat, das Böse zu besiegen. Doch da er nicht an sich selbst glaubt, stirbt er bei jedem Versuch, dies zu tun, nur um wiedergeboren zu werden uns aufs neue zu scheitern. Doch es gibt eine Hoffnung: Icks' Vater, der bis vor kurzem nicht wusste, dass er einen Sohn hat und er einmal König sein würde... Man schlüpft nun in die Rolle eines Helden wider Willen.

Über das Spiel

Die erste Demo (0.01) des Spiels erschien im August 2000, die zweite und letzte (0.14) zu Weihnachten am 24.12. des selben Jahres. Diese Version ist ein deutlicher Schritt nach vorne und nutzt die Maker-Funktionen deutlich besser aus als die erste Demo. Insgesamt ist aber auch in der zweiten Demo das hohe Alter des Spiels und das Fehlen wirklicher „Vorbilder“ zu erkennen. Das Mapping basiert fast vollständig auf RTP-Grafiken, die zwar insgesamt recht gut eingesetzt werden, zuweilen aber auch einige Holprigkeiten erkennen lassen. Der Hauptcharakter „Icks“ verwendet (unironisch) die Alex-Grafiken und das Standard-Kampfsystem kommt ohne große Ausschmückungen oder Effekte zum Einsatz. Zufallskämpfe sind keine Seltenheit und Grinding ist zwar nicht exzessiv erforderlich, aber trotzdem vorhanden.

Dennoch wirkt Ultimax viel weniger antiquiert als andere zeitgenössische Maker-Spiele. Dialoge sind durchaus kompetent geschrieben und es findet eine gelungene Balance aus Selbstironie und Ernsthaftigkeit. Auch das Motiv der Story ist durchaus interessant.

Dass sich Ultimax selbst nicht ganz ernst nimmt, zeigt sich bereits im absichtlich überlangen, für die damalige Zeit aber sehr modernen (Picture-basierten) Intro. Ein Fungame ist Ultimax jedoch nicht und schlägt auch immer wieder ernstere Töne an. Das Spiel wurde sehr positiv von der Community angenommen und erhielt auf RPGMaker2k.de (heute RPG-Atelier) einen Goldstern.

Mit einer Erstveröffentlichung im August 2000 ist Ultimax nach dem Datenbestand des RMArchivs das älteste bis heute erhaltene deutsche RPG-Maker-Spiel. Es erschien noch vor der Gründung des heutigen RPG-Ateliers und sogar deutlich früher als Onyx - Schwert der Finsternis, das gemeinhin als Klassiker der frühestene Ära der Szene gilt. Ob Ultimax auch das älteste deutsche RM2k-Spiel insgesamt ist, ist unklar. Die meisten Projekte dieser Zeit sind heute verschollen und nicht mehr erhalten; auch die Quellenlage dieser Epoche ist schwierig. Es gab aber durchaus eine Handvoll an Maker-Spielen die ebenfalls noch im Sommer 2000 erschienen und möglicherweise noch älter sind. Dazu zählen etwa Story of Memories von der_bus, die erste Version von Zaks Meridian Destiny, Imperial Weapon-X von Ancient-Mew, Flow of Time von Gogeta-X sowie eventuell noch The Power of Mana von RealMaverick. Keines dieser Spiele ist bis heute erhalten und das Veröffentlichungsdatum lässt sich daher nur grob bestimmen.

Entwickler X-Mail war ein aktives Mitglied des damaligen Gamesweb-Forums rund um die Seiten Final Fantasy Otaku und RPG-Reich und dort sehr gut vernetzt. In diesem Umkreis entwickelte sich einige Monate das heutige RPG-Atelier und SquareNet, die damalige Community lebt bis heute als Multimediaxis weiter. X-Mails dortiger Bekanntheitsgrad brachte dem Spiel einiges an Aufmerksamkeit und ist vermutlich mit einer der Gründe, weshalb das Spiel inklusive der Urversion 0.01 bis heute erhalten ist. Allerdings gehört Ultimax auch sonst zu den qualitativ besten deutschen Maker-Spielen des Jahres 2000.

X-Mail ließ einige Zeit nach Veröffentlichung das Spiel von den großen Maker-Seiten entfernen, weshalb es späteren Generationen der Szene vermutlich deutlich weniger bekannt ist, als etwa Onyx.

Bilder

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