Aldaran

Aus Makerpendium.de
Aldaran
Aldaran titel.png
Homepage aldaran-online.de
Genre Klassisches Rollenspiel
Sprache Deutsch
Neueste Version Demo 1
Veröffentlichung 26.08.2004
Entwickelt von KillatHome
Crocodog
Erstellt mit RPG Maker 2000
RPG Maker XP
RPG-Atelier-ID 404
RMArchiv-ID 278
Herunterladen Demo 1
Status Abgebrochen

Aldaran ist ein RPG-Maker-2000-Spiel, das von KillatHome und Crocodog entwickelt wurde. Es gehörte, was Mapping und Kampfsystem anging, um 2004 zu den aufwändigsten RM2k-/RM2k3-Spielen und galt seinerzeit als absolutes Starprojekt der Szene.

Stilistisch orientierte sich Aldaran stark am PSX-Klassiker Suikoden 2. Im März 2006, eineinhalb Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Demo, wurde das Projekt offiziell für beendet erklärt.

Entwicklung

Das Kampfsystem war sicherlich der aufsehenerregendste Aspekt des Spiels

Aldaran startete im Sommer 2002 urprünglich unter dem Namen Schatten der Vergangenheit, sollte ein AKS (Action CBS von Serge) haben und sich stilistisch an Secret of Mana orientieren. Das Team bestand neben KillatHome damals noch aus VegetaMjshima (Co-Leitung, Story, Charakterdesign; bekannt auch für Ephik), Sacume (Ripper) und SGabumon4000.[1]

Aldaran bot viele aufwendige Textpassagen

Nach und nach wandelte sich das Projekt, im Laufe des Jahres 2003 hatte es ungefähr die spätere Form im Suikoden-Grafikstil angenommen und erhielt auch seinen Namen. Mit dem Anfangskonzept hatte Aldaran zu diesem Zeitpunkt praktisch nichts mehr gemeinsam. Auch personell gab es Veränderungen, das ursprüngliche Team löste sich auf und das Spiel wurde von KillatHome zunächst alleine entwickelt. Zeitweise wurde auch Shadowsteel in den Credits aufgeführt, später jedoch nicht mehr.

Im Januar 2004 stieß mit Crocodog dann der zweite prägende Kopf hinter Aldaran hinzu. Nach eigenen Angaben wurde zu diesem Zeitpunkt, bis auf gerippte Grafiken und das Kampfsystem, erneut fast der gesamte bisherige Stand verworfen. KillatHome war für den Großteil des Mappings und der Technik sowie für das Kampfsystem zuständig, während Crocodog eher für Dialoge und Story verantwortlich war. Die nun gezeigten Screenshots von Aldaran verursachten einen immer größeren Hype um das Spiel. Im August 2004 wurde die erste Demo veröffentlicht, die in der Maker-Szene schnell für Aufsehen sorgte.

Laut den beiden Machern geriet die Entwicklung aber bereits kurz nach der ersten Demo ins Stocken, 2005 wurde jedoch noch immer am Spiel gearbeitet und Aldaran sollte nun auf den RPG Maker XP portiert werden.

Vom Umstieg auf den RMXP versprachen sich die Entwickler eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten und Vorteile. So erhofften sie sich eine schnellere Entwicklungszeit; das Kampfsystem, das in der RM2k-Demo noch unfertig war, soll innerhalb weniger Wochen in Ruby fertiggestellt worden sein. Die 24-Bit-Farbtiefe und die größeren ChipSets sollten abwechslungsreichere Maps ermöglichen, außerdem konnten die Charaktere in Suikoden-Originalgröße verwendet werden.

Fast ein Jahr nach der ersten Demo zeigte KillatHome dann neue Bilder des Spiels, die bereits die RMXP-Version zeigten.[2] Der Hype, den das Projekt im Vorfeld der ersten Demo 2004 ausgelöst hatte, war 2005 bereits merklich abgeflacht.

Letztlich führten schwindende Motivation und Zeitmangel bei den Entwicklern aber dazu, dass Aldaran im Frühjahr 2006 offiziell gecancelt wurde. Von der RPG-Maker-XP-Fassung erschien nie etwas Spielbares und es wurde vergleichsweise wenig Bildmaterial gezeigt.

Neben den beiden Hauptentwicklern waren auch einige weitere Personen an der Entwicklung von Aldaran beteiligt, unter anderem Charun (Posen), Sauron (Rips), Killey (Rips), Mirai (CharSets), Feldherr (FaceSets) und KD (Menü, nicht in der spielbaren Demo enthalten). Als Betatester wurden ZidaneFFIX und GandalfDerGraue (Surlent) genannt. Außerdem lag dem Spiel ein von Nyanko erstelltes Wallpaper bei. Insgesamt wirkten somit etwa ein dutzend Personen an der Entwicklung von Aldaran mit.

Über das Spiel

Aldaran als PotW auf RPGMaker2000.de (Juni 2003)
Mit seinen bunten und detailverliebten Maps zog Aldaran viele bewundernde Blicke auf sich

Die Hauptperson ist Alexius Milfort, der seit seiner frühen Kindheit im Orden des Mazun lebte, wo er über viele Jahre zu einem Paladin höchsten Ranges ausgebildet wurde. Aus dem schüchternen Kind ist dort mittlerweile ein disziplinierter und starker orthodoxer Krieger geworden. Immer wieder wird Alexius aber von Albträumen heimgesucht, die ihm schreckliche Bilder aus der Vergangenheit zeigen. Eines Morgens wacht Alexius nach genau einem solchen Traum auf.

Als er dann einen vermeintlichen Routine-Auftrag leitet und das Dorf Chabuk gegen Banditen verteidigen muss, verläuft einiges ganz anders als erwartet. In Chabuk wird er mit Wurgolve, dem skrupellosen wie grausamen Anführer der Banditen, konfrontiert - der weit mehr ist, als nur ein gewöhnlicher Räuberhauptmann. Alexius ist nun inmitten eines realen Albtraums.

In Aldaran wurde großer Wert auf die Interaktion zwischen dem Protagonisten und seiner Umgebung gelegt und es gibt ein eigenes Explorationssystem. Mit fast allen Objekten kann interagiert werden (sogar mit Wänden) und NPCs verhalten sich bei wiederholter Ansprache häufig anders als in vorherigen Gesprächen. Das eigene CTB-Kampfsystem, das optisch sehr gut in Szene gesetzt wurde, war wohl das Aushängeschild des Spiels, wenngleich es in der Demo nur in abgespeckter Version vorhanden war. Die Spielgrafiken stammen zum Großteil aus dem Klassiker Suikoden 2, viele davon sind in diesem Stil aber auch eigens für Aldaran erstellt worden. Auch das Kampfsystem ist eindeutig jenem aus Suikoden 2 nachempfunden.

Aldaran ist auch komplett ohne RTP lauffähig. Für den vollen Musikgenuss gab es ein über 33 MB großes Update, das den MIDI-Soundtrack durch klangvolle MP3s ersetzt. Die Demo umfasst das erste Kapitel des Titels, „Ein Mann der Ehre“, und hat eine Spieldauer zwischen 30 und 90 Minuten, je nachdem, wie genau der Spieler die Umwelt erkundet.

Aldaran gehörte seinerzeit zu den meisterwarteten deutschen Maker-Spielen. Im Vorfeld der Demo hatte sich ein unglaublicher Hype um Aldaran entfacht. Besonders das Kampfsystem, das auf Screenshots mit seiner Pseudo-3D-Grafik äußerst beeindruckend wirkte, stach hervor. Das Entwicklerduo gehörte in der Zeit von 2003 bis 2004 zudem zum Staff des RPG-Maker-Quartiers und daher auch sonst zu den Szene-Größen, weshalb dem Spiel dort von vorneherein viel Aufmerksamkeit sicher war. Zudem tat das Team auch selbst viel, um den Hype um Aldaran anzufeuern. Es erschienen mehrere Trailer und als eines der wenigen deutschen Makerprojekte erhielt es eine professionelle Homepage mit eigener .de-Domain (anfangs aber auch noch über .de.vu-Adresse erreichbar).

Wie heiß Aldaran seinerzeit erwartet wurde, zeigt sich unter anderem darin, dass sich gleich mehrere Webseiten darum bemühten, das Projekt zu hosten. Zeitweise wurde die offizielle Homepage durch das Quartier gehostet, während das Projektforum bei RPG2k Evolution zu finden war. Kurz nach Demorelease schrieb Steve auf RM2kMania.de: „Selten gab es solch einen großen Hype wie um das Spiel "Aldaran" von KillatHome und seiner neunköpfigen Crew. Es wurde gehandelt wie der Meilenstein der deutschen Makergeschichte...“.[3]

Aldaran wurde mit einem eigenen Setup und via MoleBox verschlüsselt verbreitet. Dies machte lange die Benutzung in modernen Umgebungen, etwa via EasyRPG, schwierig. Inzwischen ist das Projekt aber unverschlüsselt verfügbar.

Bilder

Aus der Demo

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Ältere Bilder (bis August 2003)

Folgende Bilder wurden im Laufe des Jahres 2003 in diversen Makerforen gepostet. Ein großer Teil der Inhalte davon ist nicht in der Demo enthalten. Alle Bilder sind spätestens bis August 2003 gepostet worden.

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Kampfsystem

Folgende Bilder zeigten das Kampfsystem, wie es in einer eventuellen weiteren Demo oder der Vollversion hätte aussehen sollen. In der Demo war es noch nicht möglich, dass die gesamte Party gleichzeitig kämpfen konnte.

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Nach der Demo

Folgende Bilder stammen aus Kapitel 2 und wurden BlackDeath von RPG2k.de im Rahmen eines Interviews zur Verfügung gestellt.

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Aldaran auf dem RPG Maker XP

Von der RPG-Maker-XP-Fassung des Spiels sind kaum Bilder erhalten.

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Trivia

  • Direkt zu Spielbeginn erzählt der Held Alexius, dass Etagenbetten in seinem Orden auch Quartierbetten genannt werden.
  • Zusätzlich zu den Mitarbeitern wird im Abspann der Demo noch Serge für seinen KS-Kurs gedankt sowie Gnaf für seinen „Picture-Patch“.

Links

LetsPlays

Quellen

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